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S-Bahn Berlin

Geschichte der S-Bahn Berlin: 2011 - 2013


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2018 - heute       Ulbrichtkurve

Liebe Freunde der Berliner S-Bahn,

an dieser Stelle soll die Geschichte der S-Bahn Berlin dargestellt werden. Ich habe versucht alle Angaben gewissenhaft zu prüfen. Sollte sich dennoch ein Fehler eingeschlichen haben oder eine Ergänzung notwendig sein, dann bitte ich um eine Info per Mail. Ich möchte auch noch darauf hinweisen, dass hier keine politische Wertung vorgenommen wurde, sondern lediglich der geschichtliche Ablauf dargestellt wird. Sicherlich stellt sich auch die Frage wo man anfangen sollte, aber ich habe bewusst den Zeitraum gewählt, der direkt die elektrische S-Bahn betrifft.


2011

Das S-Bahn-Chaos ist leider noch nicht zu Ende

24.01.2011 Um die Betriebssicherheit zu Erhöhen und Ausfälle an Zügen zu vermeiden wird die Höchstgeschwindigkeit auf alles Strecken auf 60 km/h herabgesetzt. Dadurch verlängern sich die Fahrzeiten und gleichzeitig die Taktzeiten noch einmal. Nach Hennigsdorf (S25) besteht jetzt ein 30-Minuten-Takt, zwischen Strausberg und Strausberg-Nord (S5) besteht sogar ein 40-Minuten-Takt!. Es erfolgt wieder ein Ergänzungsverkehr mit Regionalzügen.
28.02.2011 Die S-Bahnzüge dürfen wieder mit 80 km/h fahren, was ein Schritt in Richtung Normalfahrplan ist.
04.03.2011 Der erste reaktivierte Viertelzug 485 072 geht in Betrieb. Um den Fahrzeugmangel der Berliner S-Bahn zu verringern werden 20 Viertelzüge komplett saniert und mit neuer Technik, neuen Radsätzen und einem neuem Innendesign auf die Schiene geschickt. Die Züge waren seit 2005/2006 abgestellt.
23.05.2011 Ein Brandanschlag auf eine Kabelbrücke am Bahnhof Ostkreuz legt weite Teile der S-Bahn und des Regionalverkehrs lahm. Die Reparaturarbeiten dauern 4 Tage. Ein Bekennerschreiben einer linksgerichteten Gruppierung gibt als Grund die Atommülltransporte (Castor-Transporte) der Deutschen Bahn an.
28.06.2011 Diebe klauen ca. 16 Meter Kabel zwischen den Bahnhöfen Baumschulenweg und Treptower Park. Es kommt zu Beeinträchtigungen auf den Linien S46, S47, S8 und S9.
11.07.2011 Erneut werden Kabel der S-Bahn geklaut. Erst werden gegen 01:40 Uhr 40 Meter im Bereich des Grünauer Kreuzes entwendet, 3 Stunden später werden noch einmal 40 Meter geklaut. Es kommt zu geringen Beeinträchtigungen auf den Linien S46, S8 und S9.
23.07.2011 Vermutlich durch eine Windböe wird ein Baum auf die Gleise zwischen den Bahnhöfen Westkreuz und Grunewald geschleudert. Ein Zug der Linie S7 prallt auf das Hindernis. Der Fahrer erlitt einen Schock, Fahrgäste wurden nicht verletzt. Der S-Bahnverkehr zwischen Berlin und Potsdam war von 7.45 Uhr bis 9.00 Uhr unterbrochen
18.10.2011 Die Linie S45 der Ringbahn nimmt den Betrieb wieder auf, der S-Bahnhof Schönefeld (Airport Schönefeld) ist damit wieder im 10-Minuten-Takt erreichbar. Die Einstellung war wegen Fahrzeugmangels erforderlich (siehe S-Bahn-Chaos in Berlin 2009 - 2010).
24.10.2011 In den Abendstunden gegen 21:00 Uhr fährt ein Zug der Baureihe 481/482 zwischen Griebnitzsee und Wannsee gegen einen auf die Gleise gestürzten Baum und entgleist. Der Zugverkehr von und nach Wannsee der Linie S7 wird unterbrochen. Verletzt wird zum Glück niemand, Ursache ist vermutlich Schädlingsbefall und das hohe Alter des Baumes.
10.11.2011 Ein Stromausfall verursacht durch einen technischen Defekt in einem Stellwerk führt zu Ausfällen des S-Bahn-Verkehrs ab ca. 06:00 Uhr für ungefähr 2 Stunden. Besonders betroffen waren die Ring- und Stadtbahnen im morgendlichen Berufsverkehr
11.12.2011 Um die Werkstattkapazitäten zu erhöhen wird das am 02.11.2003 geschlossene S-Bw Erkner wiedereröffnet.
  Leider muss dadurch der Verein Historische S-Bahn Berlin e.V. einen Teil der Halle wieder räumen. Fahrzeuge werden im Freien abgestellt, was dem Zustand sehr zum Nachteil wird. Seit der Schließung 2003 sind die Fahrzeuge des Vereins und auch "Pflege-S-Bahnen" in Erkner zu Hause.
15.12.2011 Bei einer routinemäßigen Überprüfung im Stellwerk Halensee kommt es gegen 11:45 Uhr zu einem Stromausfall. Es bleiben über 80 % der S-Bahn-Züge stehen. Auch Regionalbahnen und Fernzüge, darunter ICE-Züge sind betroffen. Fahrgäste müssen bis zu 3 Stunden auf freier Strecke warten. Gegen Nachmittag fahren wieder Züge. Die Auswirkungen im S-Bahnverkehr dauern bis in den nächsten Tag.
Jan. 2012 Ein krankheitsbedingter Mangel an Triebfahrzeugführern, man spricht von über 50, führt zu Zugausfällen und Verlängerungen der Taktzeiten. Teilweise verkehren die Züge auf der S1 und S2 wegen zeitgleicher Bauarbeiten im 40-Minuten-Takt. Um dem Triebfahrzeugführerengpass entgegenzuwirken will die Berliner S-Bahn 150 neue Triebfahrzeugführer ausbilden. Bisher wurden nur 30 Triebfahrzeugführer jährlich ausgebildet.
04.02.2022 Ein Schienenburch zwischen Lichtenberg und Ostkreuz führte zu Ausfällen auf den Linien S3, S5 und S75
21.02.2012 Zwischen den Bahnhöfen Nordbahnhof und Humboldthain haben Diebe ein Steuerungskabel gekappt und mehrere Meter Kupferkabel geklaut. Dadurch kam es zu Zugausfällen auf den Linien S1, S2 und S25
21.05.2012 Nach einem planmäßigen Wartungsarbeiten im Stellwerk Halensee lässt sich gegen 04:00 Uhr (Betriebsbeginn) der Computer nicht hochfahren, es kommt zu Zugausfällen und - verspätungen auf den Linien S1, S2, S25, S41, S42, S8 und S9, die bis zum Nachmittag andauern.
22.05.2012 Ein Kabelbrand beim S-Bahnhof Treptower Park führt zu Einschränkungen auf den Ringbahnen S45 und S46 sowie den Linien S8 und S9
29.05.2012 Ein Diebstahl von 16 Meter Sicherungs- und Signalkabel führt wieder zu Störungen bei der Berliner S-Bahn, vorallem sind wieder die Ringbahnen S41 und S42 betroffen, die Linie S9 wird verkürzt um den Bereich zu entlasten.
  Hinzu kam eine Signalstöhrung im Bereich des Bahnhofes Ostkreuz von Betriebsbeginn bis ca. 11:00 Uhr, welcher die Linien S5, S7 und S75 beeinträchtigte.
  Die Lage wurde noch verschärft, als gegen Mittag ein alter Baum auf die Gleise der S-Bahn zwischen Wannsee und Griebnitzsee zu stürzen drohte. Der Zugverkehr der S7 musste für ca. 2 Stunden unterbrochen werden.
24.07.2012 Teilbereiche der S-Bahn (u.a. die Ringbahn, S46 und S8) werden europaweit ausgeschrieben. Der Betrieb soll am 15.12.2017 übernommen werden und läuft für 15 Jahre. Der neue Betreiber muss neue Fahrzeuge beschaffen und die Beschäftigten der S-Bahn Berlin GmbH übernehmen. Es ist die erste Ausschreibung im Bereich der Berliner S-Bahn.

Nachtrag: Die Ausschreibung wurde durch die Deutsche Bahn / S-Bahn Berlin GmbH gewonnen.
Als neue Fahrzeuge wurden die Baureihen 483 und 484 in Dienst gestellt
21.08.2012 Gegen 11.45 Uhr entgleist ein Zug der Baureihe 481/482 kurz hinter dem Bahnhof Tegel. Nach einem Blitzeinschlag am Tag zuvor waren große Teile der S-Bahn-Sicherungstechnik in Tegel ausgefallen. Weichen und Signale mussten per Hand gesteuert werden, so dass für das Stellwerk nicht erkennbar gewesen war, ob der Zug die Weiche passiert hatte. Durch das Stellwerk wurde die Weiche zu früh gestellt, so dass der 3. bis 6. Wagen des Zuges auf die ehemalige Güterbahn geleitet wurden. Es kam zu erheblichen Sachschäden und zum Glück nur wenige Verletzte. Die Strecke nach Hennigsdorf musste für mehrere Tage gesperrt werden.
23.08.2012 Ein umgestürzter Baum behinderte den Verkehr auf der Linie S7. Trotz Schnellbremsung fuhr ein Zug auf den im Gleisbereich liegenden Baum auf.
10.12.2012 Im Bahnhof Westhafen sorgt ein liegengebliebener Zug der Baureihe 480 für Chaos auf den Ringbahnlinien. Bei einem Triebwagen des Zuges kam es zu einer Rauchentwicklung, die Feuerwehr musste anrücken. Zum Glück kein großer Schaden. Aber wieder einmal machte die Baureihe 480 ihrem Spitznamen "Toaster" alle Ehre.
16.02.2013 Im Zusammenhang mit der Sanierung der Bahnlinie Berlin-Rostock werden im Bahnhof Oranienburg im Bereich der Gleisanlagen (Fern- und Regionalbahn) nach Kampfmitteln aus dem 2. Weltkrieg gesucht. Vier Verdachtspunkte werden gefunden. Aus diesem Grund wird vom 16.02.2013 bis 03.03.2013 der
S-Bahnbetrieb zwischen Birkenwerder und Oranienburg (Linie S1) eingestellt, es fährt Schienenersatzverkehr. Nach Abschluss der Untersuchungen stellen sich alle Verdachtspunkte als ungefährlich heraus.
21.02.2013 Ein Kabelbrand zwischen den Bahnhöfen Ostkreuz und Nöldnerplatz führt zu Zugausfällen der Linien S5, S7 und S75. Auch am Tag danach kommt es noch zu Einschränkungen. Durch den Kabelbrand wurden auch Kabel des Telefonanbieters Vodafone beschädigt, so dass ebenfalls der Telefonverkehr teilweise eingeschränkt ist.
02.05.2013 Gegen 03:15 alarmieren Autofahrer auf der Berliner AVUS die Feuerwehr, es brennt auf der parallel verlaufenden S-Bahn-Trasse ein Schaltschrank. Die Untersuchungen ergeben einen Brandanschlag. Durch die Schäden wird der S-Bahn-Verkehr zwischen Charlottenburg und Potsdam auf der S7 unterbrochen. Am späten Nachmittag kann der S-Bahn-Verkehr wieder vollständig aufgenommen werden.
Betroffen ist auch der Regionalverkehr, die Linien RB21 und RB22 sowie der Regionalexpress RE7 fahren nicht zwischen Potsdam und Charlottenburg. Der RE1 wird während der Dauer der Störung umgeleitet.
03.06.2013 nach fast vier Jahren S-Bahn-Chaos verkehrt die S-Bahnlinie S 85 Birkenwerder - Grünau wieder.
Damit werden wieder alle Linien gefahren wie vor 2009, wenn auch noch mit zum Teil verkürzten Zügen.
20.06.2013 Zwischen den Stationen Berlin-Zehlendorf und Botanischer Garten stürzt wegen eines Unwetters ein Baum auf die Gleise. Ein Zug der Linie S1 (Baureihe 481/481) aus Potsdam kommend fährt dagegn und ein Drehgestell entgleist. Von der ca. 250 Fahrgästen bleiben alle unverletzt.
19.08.2013 Bahnmitarbeiter hatten sich darüber gewundert, dass vom Stellwerk Birkenwerder keine Meldungen kamen. Die Polizei stellte fest, dass der 54-jährige Stellwerker tot in seinem Stuhl am Arbeitsplatz saß. Er war eines natürlichen Todes gestorben. Dadurch kam es zu Einschränkungen auf der S1 und S8 sowie den Regionallinien RE5, RB12 und RB20 im Bereich Birkenwerder. Der Zugverkehr wurde unterbrochen und Schienenersatzverkehr eingerichtet.
08.10.2013 Eine ins Gleisbett geworfene Zigarettenkippe veursacht gegen 18:50 Uhr einen Schwelbrand im Bahnhof Jowannowitzbrücke. Der S-Bahnverkehr ruht während der Löscharbeiten.
10.10.2013 Im Bahnhof Friedrichstraße brennt gegen 21:15 Uhr laut Feuerwehr-Lagedienst eine kleine Menge Abfall im Gleis des Nord-Süd-Tunnels. Der Verkehr der S1, S2 und S25 wurde eingestellt. Nach dem der Brand gelöscht war, wurden leere Züge eingesetzt um den Rauch aus dem Tunnel zu "schieben".
12.10.2013 Während der Sanierung des Bahnhofes Karlshorst kommt es zu einem tragischen Unfall. Beim Einschweben der Fussgängerbrücke reisst ein Halteseil und die 7 Tonnen schwere Stahlbrücke kracht in den Eingangsbereich. Ein Bauarbeiter stirbt, ein zweiter Bauarbeiter wird schwer verletzt. Während der Arbeiten war der S-Bahnverkehr (S3) und der Bahnhof gesperrt, so dass Fahrgäste nicht gefährdet waren. Nach dem Unfall wurde der S-Bahnverkehr erst 2 Tage später wieder aufgenommen. Der Regiobalverkehr konnte wegen des separaten Gleisbettes bereits am nächsten Tag wieder fahren.
16.10.2013 Mitarbeiter entdecken einen Brandanschlag auf Bahnkabel im Bereich des S-Bahnhofes Rummelsburg. Der Anschlag erfolgte wahrscheinlich Nachts gegen 04:30 Uhr. Der Brandanschlag hatte aber keine Auswirkungen auf den Bahnverkehr.
17.10.2013 Am Morgen kam es nach einem Schaden an einem Zug im Bahnhof Köllnische Heide auf den Linien S42, S45, S46, S47, S8, S85 und S9 zu Verspätungen und Ausfällen.
  (Stand 2022)

Kampfmittelbeseitigung Bahnhof Oranienburg am 16.02.2013 - Foto: Olaf Hoell

Bahnhof Oranienburg am 16.02.2013 - Foto: Olaf Hoell


Schienenersatzverkehr, Bahnhof Oranienburg am 16.02.2013 - Foto: Olaf Hoell

Schienenersatzverkehr, Bahnhof Oranienburg am 16.02.2013
dieser Bus gehörte ursprünglich der BVG,
verkauft an Omnibusgesellschaft Hartmann GmbH
Foto: Olaf Hoell


Bombenneutralisierung Oranienburg am 30.08.2012 - Foto: Olaf Hoell

Dieses Verkehrsschild steht an allen Haupteinfahrtsstraßen von Oranienburg
Bei eine Bombenentschärfung oder Sprengung vor Ort wird es aufgeklappt
30.08.2012 - Foto: Olaf Hoell


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Die Daten habe ich nach besten Wissen zusammengetragen. Als Quelle dienten mir u.a. Pressemeldungen, Nachrichten aus Funk und Fernsehen, Informationen bei Gesprächen mit Mitarbeitern, Meldungen der Bundespolizei, Fachliteratur.

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Ich habe Unfälle mit Personenschaden nur aufgeführt, wenn diese schwerwiegend waren. Informationen über
Suizide habe ich bewusst weggelassen, da diese aus meiner Sicht nicht "historisch bedeutsam" für die S-Bahn sind


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