Home /// Baureihen /// Arbeits- und Dienstfahrzeuge /// Informationen S-Bahn BerlinBauart PeenemündeBaureihe ET 166 / 276 oder ET 167 / 277 (alt)
Diese Baureihe gleicht äußerlich den Fahrzeugen der Bauart 1938/41, wurde jedoch von der Deutschen Wehrmacht für die Werkbahn Peenemünde – Zinnowitz auf Usedom beschafft und mit 1.200 Volt Oberleitung betrieben. Der Wagenkasten entsprach der Bauart 1939 (spätere Baureihe ET 167) der Berliner S-Bahn. Die Triebwagen kamen von Orenstein & Koppel aus Berlin, die Steuerwagen aus dem Waggonbau Dessau (75 Prozent der Anteile gehörten zu O&K). Der elektrische Teil lehnte sich an die zu dieser Zeit von Siemens für Buenos Aires (Argentinien) gebaute U-Bahn, welche ähnlich den 18-Meter-Wagen C II für die BVG (U-Bahn Berlin) waren. Die letzen Arbeiten der fast vollständig vormontierten Wagen sowie die Inbetriebnahme erfolgte im RAW Schöneweide in Berlin. Hier wurde auch eigens für Probefahrten ein ca. 1.100 Meter langes Gleis mit einer Oberleitung ausgestattet Die Züge waren eine "bunte" Mischung: Der Wagenkasten war ähnlich der Bauart 1939 für die Berliner S-Bahn, die Technik hingegen an die Bauart 1932 der S-Bahn berlin angelehnt. Hinzu kam dann die Elektrik, welche durch Siemens der U-Bahn für Argentinien entnommen wurde, angelehnt an die Berliner U-Bahn-Wagen C II. Die ursprüngliche Bezeichnung der Bauart Peenemünde auf Usedom war für die Triebwagen Trw 01 - 15 und die Steuerwagen Stw 01 - 15. Nach Ende des 2. Weltkrieges wurden sieben noch vorhandene Trieb- und Steuerwagen als Reparationsleistung in die damalige Sowjetunion abtransportiert. 1952/1953 erfolgte zusammen mit der Rückführung von S-Bahn-Wagen auch die Übergabe der noch vorhandenen Peenemünder Züge an die Berliner S-Bahn. Nach Anpassung an das Berliner Netz wurden diese in die Baureihe ET 167 eingereiht und als ET/EB 167 286-292 bezeichnet. Aufgrund der fehlenden Kontaktleiste über der Scharfenbergkupplung und der in die Peenemünder Triebwagen eingebautet Steuerung der Bauart Stadtbahn (elektropneumatische Steuerung) wurden die Peenemünder Züge 1958 dann in die Baureihe ET 166 (später Baureihe 276.0) eingereiht. Die Peenemünder Triebwagen sollen jedoch noch einige Zeit die stärkeren Motoren aus Peenemünde mit 1.200 Volt anstelle der 750 Volt-Motoren der Berliner S-Bahn behalten haben. Erst nach der umfangreichen Modernisierung 1978/80 erfolgte der Einbau von üblichen Motoren und die Eingliederung in die Baureihe 277mod. Nach dem 2. Weltkrieg waren noch 3 Triebwagen und 1 Steuerwagen im RAW Schöneweide verblieben. Diese wurden zu S-Bahn-Beiwagen für Berlin umgebaut. Der Triebwagen (Tw 05 ?) wurde als EB 167 242 und der Steuerwagen (Stw 05 ?) als EB 167 243 umgezeichnet. Die ursprünglich als EB 167 242 und EB 167 243 vorgesehenen Beiwagen wurden wegen des 2. Weltkrieges nicht mehr nach Berlin geliefert. Die anderen beiden Triebwagen wurden in EB 167 284 und EB 167 285 umgezeichnet und "ersetzten" fehlende Beiwagen. Die Führerstände wurden dabei erhalten, jedoch ohne elektrische Ausrüstung. Nach dem Krieg verblieben ein Peenemünder Trieb- und Steuerwagen im Raum Nürnberg, wo sie 1949 von der Firma Wegmann & Co, Kassel zusammen mit vier im Rohbau fertigen Beiwagen, die für die Berliner S-Bahn (ET 167) bestimmt waren, sowie dem im Raum Köln ausgebrannt vorgefundenen Viertelzug ET/EB 165 636 (Bauart Stadtbahn) als ET 182 für die Strecke München Isartalbahnhof–Höllriegelskreuth mit 750 Volt Gleichspannung (Oberleitung) umgebaut wurde. Dabei wurde auch die Scharfenbergkupplung gegen eine normale Zug- und Stoßeinrichtung ausgetauscht. Nachdem die Deutsche Bundesbahn diese Strecke auf 15-kV-Wechselstrom umgestellt hatte, wurden diese vier Züge 1957 von Wegmann nochmals umgebaut und als ET 26, später als Baureihe 426, bezeichnet. Dabei wurde bei den Trieb- und Steuerwagen die Türanordnung geändert. Zudem wurde der Triebwagen wegen des neuen, längeren Triebgestells mit einem 1,1-kV-Motor zwischen dem ersten und zweiten Fenster verlängert und seine Front verändert. Es entstand dadurch ein Gepäckabteil. Die Steuerwagen behielten ihre alte Front bis zu ihrem Ausscheiden im Jahr 1978. Auf dem Dach wurde jedoch ein dritter Scheinwerfer als Spitzensignal montiert und die typischen S-Bahn-Scheinwerfer wurden durch neue, bundesbahntypische Scheinwerfer ausgetauscht. Die ET 26 kamen dann im Raum München/Nürnberg im Plandienst zum Einsatz. Die Baureihe 426 ist zwischenzeitlich neu besetzt worden. Der alte Peenemünder 426 002/829 002 (ET 182 01/ET 26 002, vermutlich Trw/Stw 01) ist derzeit im Museum „Heeresversuchsamt Peenemünde“ in Peenemünde ausgestellt und wurde dort restauriert. Leider hat das Landesamt für Denkmalpflege Mecklenburg-Vorpommern hier viele Epochen gemischt. Die Farbgebung entspricht der Lackierung von 1940 bis 1945, das Fahrzeug selbst befindet sich jedoch im Zustand von 1957. Aus meiner Sicht wäre es besser gewesen, wenn man die DB-rote Lackierung vorgenommen hätte, die dem Fahrzeugzustand entsprochen hätte - siehe Bilder ganz unten. (Stand 2026) Ein Peenemünder im Originalzustand:
An dieser Stelle einen besonderen Dank an die SIEMENS AG,
abgebildet ist der historische Viertelzug 276 069 / 276 070 des Vereins Historische S-Bahn Berlin e.V. Datum auf der Vergrößerung - Fotos: Olaf Hoell als Bouletten-Susi wurden die Viertelzüge bezeichnet, welche zu DDR-Zeiten als "rollende Kantine" Originalfundstücke aus Peenemünde, welche im Zusammenhang mit der Umgestaltung modernisierte Peenemünder als Baureihe 277 mod / 477477 605 als Pendel zwischen Bahnhof Berlin-Grunewald und Abstellanlage Hundekehle Da die modernisierte Baureihe 477 über Steuerwagen verfügte, vor allem die Ex-Peenemünder, 478 021 in der Hauptwerkstatt Schöneweide am 11.08.2012 Video des historischen Viertelzug 276 069 / 276 070der historische Viertelzug 276 069/276 070 des Vereins Historische S-Bahn Berlin e.V.
Dieses Video von mir kannst Du in HD Mein YouTube-Kanal ist eine externe Seite und ich habe keinen Einfluss darauf, der Peenemünder Viertelzug bei der Isartalbahn ...ET 182 01 und ES 182 01 im Bahnhof Höllriegelskreuth-Grünwald um 1949 ... und umgebaut zur Baureihe ET 26 - spätere Baureihe 426 (alt)ES 26 002 und ET 26 002 (bzw. 826 002 / 426 002) am 22.06.2010 © 2012-2026 Olaf Hoell / S-Bahn-Galerie.de Alle Bilder und Texte sind urheberrechtlich geschützt. S-Bahn-Galerie.de / Impressum / Datenschutzerklärung weitere Projekte von mir:
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