Home /// Baureihen /// Arbeits- und Dienstfahrzeuge /// Informationen S-Bahn BerlinPaßviertelzug der Bauart StadtbahnDa klar war, dass in absehbarer Zeit keine Neubauzüge bei der S-Bahn zu Einsatz kommen, entschied man sich für eine Modernisierung der Stadtbahnzüge. Die Modernisierung und der Umbau auf Einmannbetrieb begannen 1964 im RAW Schöneweide. Neben technischen Änderungen - Einbau Sifa, Funk usw. - war das äußere Merkmal der umgebauten Züge die neu gestaltete Front mit 2 Scheinwerfern sowie 2 separaten Zugschlussleuchten Nicht alle Viertelzüge wurden modernisiert, da das RAW Schöneweide nicht genügend Kapazitäten hatte. Das RAW Schöneweide war ja bekanntlich zu DDR-Zeiten auch für U-Bahnzüge, Straßenbahnen usw. zuständig. Viertelzüge, welche nicht modernisiert wurden, erhielten eine Steuerleitung um die beiden Führerstände der modernisierten Viertelzüge zu verbinden. Die nicht modernisierten Viertelzüge wurden nicht an der Spitze bzw. am Ende eines Zuges eingesetzt, sondern zwischen zwei modernisierten Viertelzügen gekuppelt. Wie man sagte: eingepasst – was diesen Viertelzügen den Beinamen Paßviertel einbrachte. Erkennbar bis zuletzt waren die Paßviertel an den Oberwagenlaternen (OWALA) – allgemein auch als Zugschlussleuchte bezeichnet. Diese waren oben links und rechts am Dach angebracht. Außerdem besaßen diese Viertelzüge nur ein Spitzenlicht. Bei Einführung des EDV-Nummernschemas 1970 wurden diese (Paß-) Viertelzüge als 275 607–834 bezeichnet. Mit der Übergabe der Betriebsrechte für die S-Bahn in West-Berlin 1984 wurden auch 20 Paßviertel an die BVG übergeben.
links: modernisierter Viertelzug 475 005 Aufnahmen von Paßviertelzügen Video vom Einsatz von Paßviertelzügen bei der BVG um 1985ich habe hier ein 8 mm Schmalfilm digitalisiert
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