S-Bahn Hamburg
Geschichte der Hamburger S-Bahn
Die Geburtsstunde der Hamburger S-Bahn war am 06.12.1906.
Nach dem ersten Weltkrieg 1918 waren nur noch 34 Triebwagen der ehemals 140
Triebwagen einsatzfähig, so dass bei der S-Bahn Dampfzüge helfen mussten. Erst
nach der Inflation von 1923 wurde am 12.03.1924 erstmals eine neue Strecke
eröffnet: die Verlängerung nach Poppenbüttel ("Alstertalbahn")
1927 wurden neue Wechselstromtriebwagen bestellt. 1932 trafen die
Letzen der insgesamt 145 Viertelzüge in der Hansestadt ein. Diese Züge wurden
später bei der Deutschen Reichsbahn Gesellschaft in die Baureihe ET 99
eingereiht.
Zur Anfangszeit fuhr die Hamburger S-Bahn noch mit Oberleitung und
Wechselstrom. Mit der Eingemeindung der Orte Harburg, Wandsbek und Altona im
Jahre 1937 wurden dem Berliner Vorbild folgend 1938 Planungen für einen
S-Bahnbetrieb mit seitlicher Stromschiene und Gleichstrom vorgenommen. Die
Strecke Blankenese - Poppenbüttel wurde ausgebaut und 1939 die Züge der
Baureihe ET 171 (später Baureihe 471) in Dienst gestellt.
Durch die Kriegseinwirkungen des Zweiten Weltkrieges konnte der weitere
Ausbau nicht mehr fortgesetzt werden und die Hamburger S-Bahn fuhr bis 1955 im
Mischbetrieb Wechselstrom/Oberleitung und Gleichstrom/Stromschiene. 1958
erfolgte nochmals eine Lieferung der Vorkriegsserie ET 171, 1959 dann die
Nachfolgebaureihe ET 170 (Baureihe 470).
1967 folgte die Erweiterung bis Pinneberg und 1969 die erste
Tunnelstrecke. Am 30.08.1979 wurde nach 12 Jahren Bauzeit der komplette
City-Tunnel eingeweiht, welcher die beiden Bahnhöfe Hauptbahnhof und Altona
verbindet. Dieser Tunnel wurde als Entlastung für die S-Bahn neben den Gleisen
der Fernbahn gebaut.
Zwischen 1973 und 1984 wurde der zweite Tunnel gebaut, welcher die Harburger
Innenstadt unterquert.
1997 wurde die S-Bahn Hamburg GmbH als Tochter der Deutschen Bahn
gegründet.
2007 wurde wieder der Wechselstrombetrieb mit Oberleitung
aufgenommen. Mit der Verlängerung der Strecke von Neugraben nach Stade fahren
jetzt Zweisystem-Triebwagen.
2016-2018 wurden die neuen Züge der Baureihe 490 geliefert. Dabei erfolgte die Aufteilung in 29 Züge für Stromschiene und 31 Zweisystemzüge. Zusammen mit der Baureihe 474.3 kann dadurch auch unter Oberleitung gefahren werden.
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Und was macht(e) die Hamburger S-Bahn zum Exoten?
Das Hamburger S-Bahn-Symbol war bis 2008 Rot und nicht Grün! Als 1997 die S-Bahn Hamburg GmbH gegründet wurde sollten die Züge nicht durch das DB-Symbol gekennzeichnet werden, sondern durch das S-Bahn-Symbol. Da die neuen Züge in roter Farbgebung auf den Schienen unterwegs waren und das grüne S-Bahn-Symbol nicht gefiel, wurde es kurzerhand rot.
Leider hat die Deutsche Bahn AG seit 2008 ihr einheitliches Konzept durchgesetzt und somit trägt jetzt die S-Bahn Hamburg auch ein grünes S-Bahn-Symbol. Aber es traf ja auch andere S-Bahnen die ihren eigenständigen Charakter verloren .... Uniformität lässt grüßen ....
Außerdem wird in Deutschland nur bei der Hamburger S-Bahn die Stromschiene nicht von unten oder oben, sondern seitlich bestrichen
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474 128 am 01.09.2017 in Neugraben - Foto: Olaf Hoell
Stromabnehmer angeklappt
474 518 am 02.09.2017 im S-Bw Hamburg-Ohlsdorf - Foto: Olaf
Hoell
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